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Konzept Ambulant Betreutes Wohnen



„Ambulant Betreutes Wohnen von Menschen mit Behinderung“

1. Präambel

Jeder Mensch hat von Geburt an einen Anspruch auf die Wahrung seiner Menschenwürde und seiner persönlichen Freiheit, unabhängig von Behinderung, Krankheit oder anderen Einschränkungen.

Mit dem Menschsein sind untrennbar Werte, Rechte und Pflichten verbunden, wie z.B. Einzigartigkeit, Selbstbestimmung und Eigenverantwortung.

Daher hat jeder Mensch das Recht auf Selbstbestimmung und Kontrolle über das eigene Leben. Dies umfasst die Regelung der eigenen Angelegenheiten, die Teilhabe am Leben in der Gemeinde, die Ausübung einer Reihe von sozialen Rollen und das Treffen von Entscheidungen, die zur Selbstbestimmung führen.

2. Bedeutung des Wohnens

Wohnen heißt, zu Hause sein. Menschen haben ein Grundbedürfnis nach einem eigenen privaten Wohnraum. Er vermittelt das Gefühl von Schutz und Geborgenheit und bietet die Möglichkeit des Rückzugs.

Im „Wohnen“ gestaltet der Mensch seine persönliche Lebenswelt, indem er seine Bedürfnisse, seine individuelle Lebensgeschichte, seine Interessen, seine Lebenserfahrung mit einbringt.

Dies gilt für alle Menschen unabhängig von ihrer Lebenssituation.

3. Wohnangebote für Menschen mit Behinderung

Ausgangspunkt der Angebote zum selbstbestimmten unterstützten Wohnen der „Wohnen für Behinderte gemeinnützige GmbH“ ist der individuelle Hilfebedarf des Menschen mit Behinderung.

Beratungs- und Unterstützungsleistungen können sich u.a. beziehen auf die Bereitstellung oder Beschaffung und Unterhaltung geeigneten Wohnraums, auf die alltägliche Lebensführung, auf die individuelle Basisversorgung, auf die Gestaltung sozialer Beziehungen, auf die Teilnahme am kulturellen, kirchlichen und gesellschaftlichen Leben, auf Kommunikation und Orientierung, auf emotionale und psychische Entwicklung sowie auf Gesundheitsförderung und Gesundheitserhaltung.

Eine Entscheidung für eine dem einzelnen Menschen mit Behinderung gerecht werdende Wohnform kann dieser bzw. seine rechtliche Vertretung treffen, wenn an der gesellschaftlichen Normalität orientierte Wohnangebote vorgehalten, angeboten oder ermöglicht werden, z.B. Alleinwohnen, Wohnen als Paar, Wohnen im Familienkontext, Wohnen in einer Wohngemeinschaft.

Bei der Auswahl der Wohnstandorte und beim Bau sowie der Gestaltung von Häusern ist darauf zu achten, dass eine nachbarschaftliche Einbindung möglich ist, um soziale Kontakte schaffen und pflegen zu können.

Wohnangebote sollten so platziert werden, dass Bewohner weitgehend selbstständig soziale Kontakte zu anderen Menschen mit und/oder ohne Behinderung pflegen können.

Stationäre Wohneinrichtung und der Fachdienst Dienst Ambulant Betreutes Wohnen kooperieren miteinander.

4. Individuelle Hilfeplanung

Zur Feststellung der personenorientierten Hilfen ist eine Begleitung notwendig, um in einem fundierten Klärungsprozess den individuellen Hilfebedarf, die Interessen und Lebensentwürfe des behinderten Menschen festzustellen.

Aufbauend auf diese Hilfebedarfsermittlung erfolgt – unter Beteiligung des behinderten Menschen - die individuelle Hilfeplanung. Sie ist zur Festlegung und Erreichung von kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Zielen zwingend erforderlich. Diese Ziele sind regelmäßig auf Aktualität und auf Ergebnisse zu überprüfen, anzupassen und ggf. zu verändern.

Die Maßnahmen werden dokumentiert.

Im Rahmen der individuellen Hilfeplanung sind sowohl die Betreuungsziele als auch die Betreuungsleistungen verbindlich definiert und festgelegt. Die Ziele und Leistungen der Hilfeplanung können personenbezogen sehr unterschiedlich sein. Sie richten sich nach Art und Schwere der Behinderung und orientieren sich an den Wünschen, Vorstellungen und Fähigkeiten des zu Betreuenden. Zu berücksichtigen sind weiter die lebensgeschichtliche Prägung sowie die aktuelle Befindlichkeit des Einzelnen.

Telefon:
0 52 51 / 691 885-0
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